Berliner Fragmente #8: Ästhetik

Ku'damm (Foto: Lukas Gedziorowski)

Ku’damm (Foto: Lukas Gedziorowski)

Der Kommerz treibt zuweilen gemeinnützige Blüten. Man kann sich auch am schönen Schein ergötzen, ohne seinen Verführungen zu erliegen. Ein abendlicher Spaziergang am Ku’damm ist möglich, ohne etwas zu kaufen. Die Läden sind von außen auch reizvoller als von innen. Ihr um Aufmerksamkeit buhlendes Licht ist gratis. Das Auge bleibt gern daran hängen. Man kann das Geschenk annehmen, ohne sich zur Gegengabe verpflichtet zu fühlen. Die reine Ästhetik in der Werbung anzunehmen, bedeutet, sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen: Ausbeutung ohne einen Cent zu bezahlen. Dieses Schauen kostet bloß Zeit. Sie sollte es einem wert sein.

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