Birdman, Birdman, Birdman, Birdman!

birdman

Es gibt noch Gerechtigkeit auf der Welt! Vier Oscars für Birdman: Film, Regie, Drehbuch, Kamera! Und alle so: YEAH! (Leider hat’s für Emma Stone nicht gereicht.) Wer ihn noch nicht gesehen hat, muss ihn nachholen. Wer ihn blöd findet, kann nach Hause gehen. Endlich wird bei den Academy Awards nicht nur die gute Absicht geehrt, sondern die Kunst – und darum sollte es doch beim Filmemachen gehen. Da lässt sich auch verschmerzen, dass auch die dröge Snowden-Doku Citizenfour ausgezeichnet wurde.

Schade, dass es bei Grand Budapest Hotel nur für die Nebenkategorien Szenenbild, Kostüm und Make-Up gereicht hat. Immerhin wurde Alexandre Desplat für seine Filmmusik geehrt. Es wurde höchste Zeit – nachdem er sieben Mal nominiert worden ist.

Ebenso erfreulich, dass ein Oscar nach Polen geht: Ida, als bester fremdsprachiger Film, hat ihn verdient, weil er eine völlig unaufgeregt Geschichtsaufarbeitung betreibt und dabei immer noch sehr künstlerisch daherkommt.

Dass Boyhood leer ausgegangen ist (bis auf die Nebendarstellerin Patricia Arquette), überrascht vielleicht am meisten, aber es ist auch kein allzu großer Verlust. Die Konkurrenz war stark. Gut für den Zuschauer.

3 Kommentare

  1. Ich darf ja noch nicht nach Hause, würde aber fürs Protokoll schon gerne festhalten: Birdman … äh, nee. Kann man auch ruhig lassen. Nicht schlecht. Gar nicht schlecht. Aber ich hab ein paar Socken an, das auch nicht schlecht ist, und sogar noch meine Füße warm hält. Was schon mal mehr ist, als Birdman für mich getan hat.

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