Lob schafft keine Genies

Sony Pictures Classic

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Talent ist nur die halbe Miete. Die andere Hälfte ist Training. Im Film Whiplash wird diese Erkenntnis mit viel Blut, Schweiß und Tränen erkauft. Ein junger Drummer wird von einem unbarmherzigen, von Perfektion besessenen und launischen Lehrer zu Höchstleistungen gedrillt – mit Zuckerbrot und Peitsche. Aber von nix kommt nix – und bei allen fragwürdigen Methoden der Motivation ist doch etwas dran, dass Charlie Parker nie Bird geworden wäre, wenn man ihm nur gesagt hätte, er mache einen „good job“ … Der Film bietet zwei wunderbare One-Man-Shows: Oscar-Preisträger J. K. Simmons als Choleriker mit Herz ist ebenso bewundernswert wie das Schlagzeugspiel von Miles Teller. Beide spielen virtuos gegeneinander an, jeder in seiner jeweiligen Disziplin – und in dieser Spannung liegt der Reiz des Films. Der Rest ist Jazz. Cool.

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