September in the Rain

Der Sampler der Woche: Regenmusik

Wo kämen wir dahin, an dieser Stelle, einer der letzten Bastionen der (postromantischen) Hochkultur, über das Wetter zu sprechen. Das Wetter: der liebste Gemeinplatz des gemeinen Volkes. Der Minimalkonsens eines jeden Smalltaks. „Wie geht’s?“ – „Ja, danke gut, wenn da das Wetter nicht wäre …“ – Bitte nicht! Aber wie moderiert man ein Musikprogramm an, das vom Wetter, genauer gesagt vom Regen handelt? Mit einem kritischen Beitrag zum Klimawandel, der apokalyptischen Spielart des Wettersmalltalks unter (halbwegs) Gebildeten? Das erscheint mir ebenso trivial wie das Sprechen über den vergangenen besonders trockenen Sommer. Da unsere Wälder immer noch nicht gestorben, unsere Ernten nicht ausgefallen sind, gibt es darüber nichts von Bedeutung zu sagen. Überhaupt wird Bedeutung überbewertet. Deshalb halten wir es lieber kurz: Radio Fragmenteum bringt eine Reihe von Stücken über den Regen. Einfach so. Weil sie Spaß machen. Und damit angenehmer sind als der Regen selbst. (Obwohl: so ein Regenrauschen hat auch was für sich …) Daher überlassen jetzt wir den Pop-Poeten das Reden übers Wetter. Gesungen sind nämlich selbst die größten Gemeinplätze noch erträglich.

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