X-Men – Dark Phoenix: Ein unwürdiges Ende

x-men dark phoenix

20th Century Fox

Die X-Men-Saga ist zu Ende. Wenigstens vorläufig. Wenigstens die Prequels. Und das ist ebenso gut wie schade. Was 2011 ambitioniert mit Erste Entscheidung (First Class) begann und einer bisher unterbelichteten Figur wie Raven endlich Leben einhauchte, hat Bryan Singer 2014 mit Zukunft ist Vergangenheit (Days of Future Past) noch gesteigert zum wahrscheinlich besten Film der Reihe. Beide Filme setzten nicht nur neue Akzente, sondern verankerten die X-Men glaubhaft in den jeweiligen Epochen, den 60ern und 70ern, der Zeit ihrer Ursprünge.

Leider machte Bryan Singer mit dem dritten Teil, Apocalypse, alles wieder zunichte, indem er versuchte, ein einfallsloses Drehbuch und einen faden, austauschbaren Schurken mit einer ermüdenden Materialschlacht zu kompensieren. Es konnte nur noch besser werden. Aber Autor Simon Kinberg, der sich im vierten Teil, X-Men: Dark Phoenix, auch als Regisseur versucht, hat es geschafft, das Franchise völlig an die Wand zu fahren.

Es ist ihm gelungen, einen Film ohne eine einzige gute Idee zu drehen. Weder inhaltlich noch formal bietet dieser Abschluss etwas Neues. Stattdessen ergehen sich die Hauptfiguren in endlosen Dialogen, in denen immer nur dasselbe mit anderen (und gleichen) Worten gesagt wird. Die wenigen Action-Szenen (eigentlich gibt es nur zwei richtige, am Anfang und am Ende) ergeht sich in Routinen, bei denen nie wirklich Spannung aufkommt.

ACHTUNG: SPOILER!!!

Worum es geht, bleibt Nebensache: Jean Grey absorbiert im All eine mysteriöse Macht, wird danach übermächtig und verbittert, tötet Raven im Affekt, will sich Magneto anschließen, der sich aus dem Rachegeschäft zurückgezogen hat, doch dann will er sich doch an ihr für Raven rächen, während die anderen sie retten wollen. Ach ja, und Formwandler-Aliens sind auch dabei: Angeführt von Jessica Chastain suchen sie Jean, um an ihre Macht zu kommen und die Welt zu vernichten.

Ravens Tod wird für einen Überraschungsmoment verschenkt. Nachdem die Figur in drei Teilen eine Hauptrolle spielte, tritt sie nun viel zu sang- und klanglos ab. Die Schurken sind genauso generisch und austauschbar wie einst Apocalypse. Und sonst interessiert sich Kinberg für keinen seiner X-Men und -Women wirklich. Zwar muss sich Charles Xavier viel Kritik anhören, aber der Konflikt wird nicht wirklich aufgelöst. Die Beziehungen unter den Figuren bleiben oberflächlich, selbst das Verhältnis der Antipoden Charles und Erik kommt nicht zu einem befriedigenden Abschluss. Es muss reichen, dass die beiden am Ende wieder Schach spielen. Ach ja, und die Tatsache, dass die Handlung 1992 angesiedelt ist, ist für die Geschichte völlig irrelevant. Die Epoche wird wie eine Pflichtübung abgehakt, um die letzte Lücke zu den ersten X-Men-Filmen der Nuller Jahe zu spannen – auch wenn die Kontinuität schon längst gebrochen wurde.

Hinzu kommt, dass Kinbergs Drehbuch völlig ohne Humor auskommt, selbst die wenigen Sprüche, die wohl witzig sein sollen, bleiben erschreckend pointenlos und erinnern damit an Kinbergs wahrscheinlich uninspiriertestes Werk, den jüngsten Fantastic Four-Film. Ein vergleichbares Gefühl der Leere stellt sich ein, während man sich zwei Stunden lang etwas ansieht, das man schon zu oft gesehen hat – und zwar deutlich besser.

Es stellt sich die Frage: Warum stecken Studios immer noch viel Geld in solche Produktionen ohne Sinn und Herz? Fox hat mit seinem X-Men-Franchise im Jahr 2000 Maßstäbe gesetzt, mit Wolverine einiges verbockt, hat ein Jahrzehnt später vieles wieder richtig gemacht, mit Deadpool Mut bewiesen (und einen Fehler korrigiert) und mit Logan sogar ein Meisterwerk des Superheldenfilms geschaffen (und damit zwei miese Wolverine-Filme wiedergutgemacht). Für eine Reihe, die so viel Potenzial hatte, ist das ein unwürdiger Abschluss. Und kaum sind die X-Men erledigt, sind schon für nächstes Jahr die New Mutants angekündigt, ein Film der sich wegen Nachdrehs verzögert, was bereits kein gutes Vorzeichen ist.

Angesichts der Maßstäbe, die die Marvel Studios mit dem Cinematic Universe gesetzt haben (wie zuletzt mit Avengers: Endgame) und der schieren Flut an Superheldenfilmen können mittelmäßige bis miese Produktionen nicht mehr bestehen. Das Publikum ist übersättigt – und es wird Machwerke ignorieren. Hoffentlich wird nach Disneys Fox-Übernahme ein neuer Kurs eingeschlagen. Wobei schon viel gewonnen wäre, wenn man die Mutanten für einige Jahre ruhen ließe.

Nate Powell: Come Again

Come Again (Comic)

Top Shelf

Das Jahr 1979. Eine Die alleinerziehende junge Mutter Haluska (Hal) wohnt mit ihrem Sohn Jake in einer kleinen Kommune in Arkansas. Man verkauft selbstgebastelte Traumfänger und anderen Kram an Touristen. Eigentum gibt es nicht, jedem gehört alles, jeder weiß alles übereinander. Außer, dass Hal eine Affäre mit Adrian hat, der wiederum mit Whitney zusammen ist und einen Sohn, Shane, mit ihr hat. Hal und Adrian treffen sich im Wald, in einer geheimen Höhle mit einer Holztür.

Eines Tages finden die Kinder Jake und Shane die Höhle, sie steigen ein, doch nur Jake kommt zurück. Als die Eltern nach Shane suchen, ist der Eingang zur Höhle spurlos verschwunden. Und mit dem Kind auch die Erinnerung an ihn. Haluska ist die einzige, die sich noch an ihn zu erinnern scheint.

Come Again erzählt die Geschichte eines Geheimnisses, das eines bleibt. Es ist nur die Rede vom „secret eater“, der über die Erinnerungen herrscht und Kinder entführt. Statt eines Geistes oder Monsters bekommt man nur seine Augen zu sehen, zwei winzige, weiße Punkte in der Finsternis. Das unbestimmte Wesen, das in der Höhle haust, wird zum Anlass, dass sich die Heldin mit ihren Schuldgefühlen auseinandersetzt. Für sie wird das Erlebnis des kollektiven Vergessens zu einer Art Sühne, die über eine Katharsis zu einem Neuanfang führt.

Nate Powell (March) schafft es, eine einzigartige Atmosphäre für seine Mysterystory zu schaffen. findet schaurige albtraumhafte Bilder für seine Geschichte, in denen nicht nur die Figuren sondern auch die Natur überaus lebendig erscheint, obwohl er die Ausgestaltung auf das Nötigste reduziert und viele weiße und schwarze Freiflächen lässt. Die Farbpalette beschränkt sich auf einzelne blasse Rottöne, in Rückblenden Grüntöne, in der Höhle erscheint das wenige Licht gelb und violett, während die Seiten fast in völliger Finsternis versinken. Powell transportiert mehr durch die Stimmung als durch Worte. Es ist eine nachdenkliche Geschichte, die mehr im Unbewussten, auf der emotionalen Ebene anspricht, als auf einer intellektuellen.

Nicht von ungefähr ist Come Again für den Eisner Award 2019 nominiert. Eine deutsche Übersetzung liegt nicht vor.

>> Nate Powell: Come Again, Top Shelf 2018.

Jeff Lemire: The Quantum Age

quantum age

Dark Horse

Der überfleißige Jeff Lemire lässt nichts anbrennen. Während die Leser seiner Black Hammer-Serie auf den vierten Band warten, vertreibt er ihnen die Zeit mit immer wieder mit Spin-offs. Normalerweise sind solche Geschichten in Superhelden-Comics Füllmaterial, Lemire aber erweitert damit seine Welt um Charaktere (wie etwa den Schurken Sherlock Frankenstein und den Helden Doctor Star) und nun auch eine ganz neue Zeit: das Quantum Age.

100 Jahre später spielt der neue Band, in einer Zeit, in der die alten Helden entweder tot oder vergessen sind, Black Hammer ist immer noch eine Frau, aber im Ruhestand. Die Welt wird beherrscht von einem Tyrannen mit Superkräften, der einst selbst ein Helden der Quantum League war. Nach einer Invasion böser Marsianer mussten die Helden das ultimative Opfer bringen, um die Welt zu retten, aber das führte zur Diktatur. Nun sammeln sich die verbliebenen Good Guys, um den Schurken zu besiegen.

Die Quantum League ist Lemires Hommage an die League of Superheroes von DC, dabei wird der Cyborg Archive zum Brainiac 5-Ersatz, der die Funktion des Roboters Talky Walky übernimmt. Ansonsten ist es eine ziemlich traurige Truppe, die hier zusammenfindet: Barbaliteen ist der letzte Marsianer, Modula ist eine lilafarbene Alienfrau, die ihre Beine verloren hat und nun Kette raucht, Erb ist ein gürteltierartiger Telepath, der von tiefer Skepsis und Grammatikproblemen geprägt ist. Damit erinnert die neue Quantum League auch eher an eine Chaostruppe wie die Guardians of the Galaxy.

In mancher Weise erinnert der Plot an die Avengers-Filme Infinity War und Endgame. Hier wie da geht es um eine Mission Impossible gegen einen schier unbesiegbaren Gegner. Hier wie da geht es um ein Opfer, das vielen den Tod bringt, aber auch viele retten soll. Hier wie da berechnet ein Superhirn alle Wahrscheinlichkeiten vieler Pläne. Hier wie da wird eine Zeitreise in Erwägung gezogen, um das Schlimmste zu verhindern, bevor es passiert. Allerdings: Für sein Dilemma findet Lemire am Ende eine geschickte und originelle Lösung, die nicht auf den üblichen Kampf zwischen Gut und Böse hinausläuft.

Wie immer schafft es Lemire, in nur sechs Kapiteln einige Charaktere mit Leben zu füllen und hier sogar noch stärker den Bogen zur Hauptserie zurückzuschlagen. Nur der Schurke kommt dabei zu kurz, obwohl er deutlich Potenzial hätte, mehr als bloß ein böser und fast allmächtiger Tyrann zu sein. Der Comic leidet auch auf der visuellen Ebene, denn Zeichner Wilfredo Torres inszeniert die Welt zu glatt, detailarm, fast schon steril und seine Figuren lassen an Ausdruck zu wünschen übrig. An die Sperrigkeit eines Dean Ormston, der Black Hammer seinen Charakter verleiht, kommt Torres nicht heran. Die knallbunten Farben von Dave Stewart können gegen diesen Eindruck nur wenig ausrichten.

Mit The Quantum Age beweist Lemire zwar große Ambitionen, indem er zwar noch einen 100 Jahre währenden Erzählrahmen absteckt und sogar weit darüber hinausweist, was die Fans auf noch viele Geschichten aus dieser Welt freuen lässt. Die Zeichnungen hindern den Comic aber daran, sein volles Potenzial zu entfalten.

>> Jeff Lemire/Wilfredo Torres: The Quantum Age, Dark Horse 2019.

Jeff Lemire: Doctor Star

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Dark Horse

Wer nach den Sternen greift, übersieht leicht die Erde, auf der er steht. Diese Lektion lernt der Wissenschaftler Jim Robinson auf schmerzlichste Art. In den 40ern wird seine Forschung von der US-Regierung gefördert, um eine Waffe gegen die Nazis zu erschaffen, er entwickelt einen Energiestab, mit dem er durchs All fliegen und Schurken bekämpfen kann. Robinson wird zum Superhelden Doctor Star und schließt sich der Liberty Squadron an.

Doch nachdem er die Zivilisation eines fernen Planeten vor einem Ungeheuer bewahrt, stellt er bei der Rückkehr fest, dass er 18 Jahre weg war. Seine Frau lebt als verbitterte Alkoholikerin in Armut, sein Sohn zieht in den Vietnamkrieg und will nichts mehr von ihm wissen. Schließlich erkrankt der Sohn auch an Krebs und Robinson versucht, seinen Fehler wiedergutzumachen.

Lemires Doctor Star ist eine Hommage an DCs Superhelden Starman, der bereits 1941 seinen ersten Auftritt hatte, aber auch an den Autor James Robinson, der der Figur in den 90ern ein vielgelobtes Revival verlieh. Mit diesem Spin-off baut der Autor sein Black-Hammer-Universum weiter aus. Nachdem er mit Sherlock Frankenstein einem Schurken mehrere Ausgaben widmete, bis dieser keiner mehr war, führt er hier vor, wie ein Held scheitert, obwohl er heldenhaft handelt.

Wie üblich besteht der Schwerpunkt der Geschichte nicht in der Superhelden-Action, sondern in dem menschlichen Drama, das durch den Heldeneinsatz eine tragische Wendung bekommt. Robinson erzählt seine Geschichte seinem Sohn am Krankenbett und erhofft sich dadurch Vergebung. Lemire schreibt wie gewohnt feinfühlig und macht die Leiden der Figuren nachvollziehbar.

Zeichner Max Fiumara reichert mit seinen detailreichen Illustrationen sowohl die stillen Momenten als auch die Actionsequenzen mit einem Ausdruck an, der dem der Worte in nichts nachsteht.

Damit ist Doctor Star and the Kingdom of Lost Tomorrows ein Comic, das sich zwar gut ins „Hammerverse“ einfügt, aber auch ohne Kenntnis der Hauptserie gut lesbar ist und sogar Lust auf mehr macht. Hier erscheinen die Spin-offs nämlich nicht wie eine Nebensache.

>> Jeff Lemire/Max Fiumara: Doctor Star and the Kingdom of Lost Tomorrows, Dark Horse 2018 (dt. Doctor Star und das Reich der verlorenen Hoffnung, Splitter 2018).

Eternity Girl

eternity girl

DC Comics

In jedem Superhelden-Universum gibt es diese Figuren, die jeder Stammleser kennt, aber die sich nie richtig durchsetzen konnten. Alle paar Jahre werden sie aus der Schublade geholt, um ihnen mit neuen Ansätzen noch eine Chance zu geben, aber am Ende bleiben sie doch immer kurzlebig und drittklassige Randerscheinungen.

So geht es Caroline Sharp. Zuerst erfunden 1956 als „horror superhero“ unter dem Namen Formless Girl, die beim Kampf gegen die Schurkin Madame Atom in Mesopotamien die Formwandlerkräfte einer alten Gottheit übernimmt. 1981 wird sie als Crysalis neu erfunden, Mitglied des Superheldenteams Alpha 13, 1990 wagt man es noch einmal mit einer Geschichte über Leben, Tod und Wiedergeburt, bevor man die Figur 2008 in einer psychedelisch-experimentellen Form existenzialistische Untiefen ausloten und schließlich im Nichts verschwinden lässt.

Das ist die metafiktionale Vorgeschichte von Eternity Girl, einer Neuschöpfung, die an Vorbilder wie Metamorpho und Element Girl erinnert. Was danach passiert, ist ein wilder Remix all dieser Varianten. Caroline steckt in einer tiefen Krise. Nach einem Ausbruch ihrer Kräfte in ihrer Behörde, Alpha 13, ist sie für ein halbes Jahr beurlaubt – ohne Aussicht auf Rückkehr. Sie kann sich wegen ihrer bizarren Erscheinung nicht so in der Öffentlichkeit zeigen, wie sie wirklich aussieht, sie muss sich verstellen, das macht ihr Mühe. Sie ist depressiv und versucht, sich umbringen. Das Problem: Es geht nicht, sie ist unsterblich.

Da taucht ihre alte Rivalin Madame Atom auf und zeigt ihr einen Ausweg, nicht nur sich selbst auszulöschen, sondern auch das ganze Universum gleich mit. Doch das ist nur der Anfang einer wilden Reise durch Raum und Zeit, denn jedes Ende führt zu einem anderen Neuanfang – genauso wie die Publikationsgeschichte von Eternity Girl.

Magdalene Visaggio und Sonny Liew heben mit ihrer sechsteiligen Miniserie die Superhelden-Dekonstruktion auf eine neue Ebene. Mit verschiedenen Zeichenstilen, die den jeweiligen Comic-Epochen nachempfunden sind, psychedelischen Motiven und ungewöhnlichen Layouts wird ein knallbuntes Spektakel geboten, das ebenso visuell wie intellektuell herausfordert.

Dabei geht es nicht nur um das typisch postmoderne selbstgefälliges Spiel mit Formen und Meta-Ebenen, sondern alles dient der Grundfrage: Wozu dieses Leben? Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr oder lieber nichts? Worin besteht der Sinn in einer sinnlosen Welt? Wie soll man sein? Auf diese Frage finden auch sie keine neue Antwort (alles ist sinnlos, aber man ist frei, ihr selbst einen Sinn zu geben), aber eine neue Form, sich mit ihr auseinanderzusetzen.

Ein gottartiges Wesen, das ein DJ ist, deutet die Welt als Remix mit unendlichen Möglichkeiten. Auch die Autorin und Zeichnerin machen davon Gebrauch. Sie lassen ihre Figuren zeitgleich in mehrere Versionen ihrer selbst zerfallen, Eternity Girl erlebt sich immer wieder in neuen Inkarnationen und Genres: von Roboter-Science-Fiction bis zur Mad-Max-Postapokalypse. Damit wird die heutige Reboot-Pop-Kultur als Chance gesehen: Man kann es mit Stoffen und Figuren so oft versuchen, bis es klappt.

Das gilt schließlich auch fürs Leben. Die Formwandlerin (als Proteus-Figur ohnehin ein Symbol für den Menschen) verändert sich, um zu erfahren, wer sie selbst ist. Nebenbei wird Leibniz‚ Monadenlehre zitiert und dann werden sogar Comic-Strips im Peanuts-Stil adaptiert, womit  nicht nur die Fülle der Wandelbarkeit demonstriert wird, sondern auch dass die großen Lebenskrisen und philosophischen Fragen schon lange ein Thema in Comics sind.

Eternity Girl ist nicht nur ein anspruchsvolles Spektakel. Es ist auch ein Comic, das die Möglichkeiten seines Mediums ausschöpft, indem es sich traditionsbewusst zeigt, aber auch über Konventionen hinausgeht. Auch die Formwandlerin wird schließlich zur Formgeberin. Die zum Scheitern verurteilte Superheldin wird zur Schöpferin einer neuen Welt. So können auch drittklassige Comicfiguren immer noch erstklassige Auftritte bekommen. Es ist nie zu spät für einen Neustart.

(Eternity Girl ist als beste Miniserie für den Eisner Award 2019 nominiert.)

>> Magdalene Visaggio/Sonny Liew: Eternity Girl, DC’s Young Animal 2018.

Liv Strömquist: I’m Every Woman

I'm Every Woman

Avant Verlag

Was haben Karl Marx, Edvard Munch, Sting, Pablo Picasso, Percy Shelley, Phil Spector und Albert Einstein gemeinsam? Sie sind die miesesten Liebhaber der Weltgeschichte. Jedenfalls für Liv Strömquist. Marx ließ seine Frau seine Texte korrigieren und dankte es ihr, indem er die Haushälterin schwängerte, Munch und Spector waren rasend eifersüchtig, Shelley trieb Frauen in den Selbstmord, Einstein ließ seine erste Frau für seine Cousine fallen und leugnete ihren Anteil an ihrer gemeinsamen Forschung. Und Sting? Na ja, was für ein Liebhaber er ist, das wissen wir nicht, aber er hat mal einen gruseligen Song übers Stalken geschrieben.

In „I’m Every Woman“ erzählt Liv Strömquist von Frauen, die im Schatten ihrer berühmten Männer standen, wie Stalin, Jackson Pollock, Elvis Presley und John Lennon. Priscilla Presley ließ sich von Elvis im Haus einsperren und zur perfekten Ehefrau nach seinem Bilde gestalten, bis sie irgendwann genug von ihm hatte und ihn verließ. Yoko Ono litt unter einem klammernden John Lennon, der alles mit ihr machen wollte, worunter ihre Kunst litt.

Strömquist räumt also mit alten Mythen auf, rückt den Geniekult zurecht, indem sie zeigt, dass ein Genie selten allein kam und oftmals nur dank dem Einsatz (oder dem Verschleiß) ihrer Frauen so weit kamen. Das ist alles schön und gut. Nur zu der Frage, ob Yoko Ono  die Beatles auseinandergebracht habe, verspielt sie Sympathien, wenn sie polemisiert: „Als ob das so furchtbar schlimm wäre! ‚Obladi-oblada‘, give me a fucking break!!“

Wie schon in Der Ursprung der Welt und Der Ursprung der Liebe erzählt Strömquist mit schrulligen Zeichnungen und flapsigem, zum Teil auch sehr schwarzem Humor. Selbst der Grausamkeit eines Stalin kann sie noch einige Lacher abgewinnen. Ihre größte Leistung besteht aber nicht nur darin, historische Anekdoten aufzubereiten, sondern darin, Feminismus unterhaltsam zu verpacken, ohne dabei moralistisch zu werden.

Leider gelingt das in ihrem dritten Buch nicht so gut wie in ihren Vorläufern. Zum einen leuchtet der Aufbau nicht ein. Nach ihrer kurzen Top-7 der schlechtesten Lover geht sie in einzelnen Kapitel auf die vier anderen ein, die unerklärlicherweise nicht in dieser Liste auftauchen. Außerdem bleibt Strömquist nicht immer nah am Thema, sondern schiebt zwischend die Kapitel kleine Exkurse zu anderen feministischen Themen ein, zum Beispiel, warum in der Bibel von der „Hure Babylon“ gesprochen wird oder warum Menschen sich gerne mit Tieren vergleichen, um ihr eigenes Verhalten zu rechtfertigen.

Das mag alles sehr interessant sein, aber es wirkt willkürlich eingeschoben und auch deplaziert, weil es bestenfalls nur am Rand mit den gestörten Beziehungen zu tun hat, um die es in dem Buch geht. Dabei hätte es den Exkursen gut getan, sie in einen Gesamtkontext zu stellen. Strömquist stellt zum Beispiel fest, dass Kinder rechtskonservative Ansichten haben: Sie sind starke Traditionalisten und Moralisten, sie hassen abstrakte Kunst und sind Fans der Kernfamilie. Leider zieht die Autorin daraus nur den Schluss, dass sich manche Politiker benehmen wie Kinder. Wenn sie in einem späteren Exkurs der Kernfamilie eine Absage erteilt, weil sie eine späte Erfindung ist und einem selten eingehaltenen Ideal entspricht, dann könnte man sich fragen, welche Rolle dabei den Kindern als Kernfamilienfans zukommt – aber diese Verbindung stellt sie nicht her.

Damit ist das dritte Strömquist-Buch zwar so unterhaltsam wie die anderen beiden, aber geht bei Weitem nicht so in die Tiefe. Manch kluge Beobachtung wird für Witze verschenkt. Die meisten Kapitel wirken wie ein Nachklapp zu Der Ursprung der Liebe, andere wie Kapitel aus einem allgemeineren Buch über Feminismus, das noch geschrieben werden muss. Besonders schade ist das, wenn die Autorin behauptet, Gleichstellung allein, das heißt ohne eine gesellschaftsverändernde, feministische Vision, keinen Mehrwert habe. Wie diese aussehen könnte, diese spannendste aller Fragen lässt Strömquist leider unbeantwortet.

>> Liv Strömquist: I’m Every Woman, Avant-Verlag 2019.

My Heroes Have Always Been Junkies

My Heroes Have Always Been Junkies

Image Comics

Was haben David Bowie, Brian Wilson, Lou Reed, Billie Holiday und Gram Parson gemeinsam? Klar, sie waren zunächst alle Musiker. Aber für Ellie ist das Entscheidende: Alle waren auch drogensüchtig. Ellie ist eine junge Frau in einer teuren Entzugsklinik. Und sie ist die Einzige, die sich dort fehl am Platz fühlt. Ihre Vorbilder sind die Junkies, die es zu etwas gebracht haben.

„What if drugs help you find the thing that makes you special?“, sagt sie unverhohlen während der Gruppentherapie. Erst die Drogen hätten ihre Kreativität ermöglicht – und nichts von dem, was sie nach ihrer Sucht gemacht haben, reiche an ihre Junkie-Zeit heran. Die These ist so steil wie sie auch ein Gemeinplatz der Mythenschreibung ist. Machen Drogen den Künstler? Oder ruinieren sie ihn am Ende?

Für Ellie ist die Sache klar. Dass ihre Mutter selbst ein Junkie war, ändert nichts daran. Als sie mit Todd in der Klinik anbandelt, bringt sie ihn nicht nur zurück zu den Drogen zurück, gemeinsam hauen sie ab und leben von dem, was Ellie aus Apotheken zusammenklaut.

Ed Brubaker und Sean Phillips sind seit Jahren so etwas wie ein Dreamteam der US-Comics. Ihre gemeinsamen Serien Criminal, Fatale, The Fade Out und Kill or Be Killed wurden allesamt von Kritikern und Lesern gelobt. Image Comics hat Brubaker sogar einen Exklusivvertrag mit Carte Blanche gegeben. Er kann machen, was er will, und sie drucken es.

My Heroes Have Always Been Junkies ist ihre erste „Graphic Novel“, hier verstanden als alleinstehende Geschichte, die nicht vorher in serialisierter Form erschienen ist. Nur 72 Seiten ist sie lang, aber das ist genug, um diese Kurzgeschichte zu erzählen. Die Farben von Jacob Phillips mit ihren gedeckten Gelb-, Blau und Pink-Tönen erzeugen eine psychedelische Grundstimmung, ohne dass Zeichner Sean Phillips über seinen konventionellen Stil hinausgehen muss. Brubaker erzählt eine dialoglastige Geschichte, deren Hintergründe wir über Ellies Gedanken erfahren. Die Reflexionen über die süchtigen Künstler verbinden sich geschickt mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Ellie erinnert sich zurück an die Songs eines Mixtapes ihrer Mutter.

Leider endet die Geschichte sehr abrupt mit einer Wendung, die wenig mit dem Thema Drogen zu tun hat und alles, was sie an Charakter aufgebaut hat, mit einem Schlag zunichte macht. Das überrascht zwar, aber lässt einen ziemlich gleichgültig zurück.

Andere sehen es offenbar anders: Der Comic ist für den diesjährigen Eisner-Award nominiert.

>> Ed Brubaker/Sean Phillips: My Heroes Have Always Been Junkies, Image Comics 2018.

Riad Sattouf: Der Araber von morgen, Band 4

Araber von morgen 4

Random House

Nein, das Schlimmste tritt nicht ein: Es geht nicht nach Saudi-Arabien. Am Ende von Band 3 von „Der Araber von morgen“ schockierte Riads Vater seine Familie damit, eine Stelle in dem Land bekommen zu haben. Doch der Vater geht allein, die Mutter zieht mit ihren drei Kindern nach Frankreich. Für den kleinen Riad endet die schlimme Zeit in Syrien, er muss sich wieder an Frankreich gewöhnen, wo ihn, wie er feststellt, kein Lehrer verprügelt und ihn keine Cousins umbringen wollen, weil sie ihn für einen Juden halten.

Riad entfremdet sich von seinem Vater, der sich nur noch per Telefon meldet und selten blicken lässt. Als er ihn wiedersieht, stellt er fest, dass sein Vater, der auf seiner Wallfahrt nach Mekka ein Erweckungserlebnis hatte, zu einem sehr frommen Mann geworden ist. Dabei hatte er anfangs noch über den Aberglauben seiner Landsleute gelästert und sich für einen modernen Araber gehalten. Das ist jetzt vorbei.

Der Vater, hin- und hergerissen zwischen den beiden Welten, in denen er sich bewegt, benimmt sich immer seltsamer. „Dem Sohn sagt er: „Du bist ein Araber! Vor allem ein Araber!“ Während er die Sitten in Syrien und Saudi-Arabien verteidigt, ist ihm in Frankreich nichts gut genug. Trotz seiner französischen Frau lässt er keine Gelegenheit aus, die Franzosen schlechtzumachen. Auch sein Antisemitismus tritt immer offener zutage.

Der junge Riad sucht sich seine Vorbilder lieber in Conan dem Barbaren und Tom Cruise, dem er die Frisur abguckt. Für die Familie geht es dann doch wieder zurück nach Syrien, was für Riad wieder zum Kulturschock wird, weil er dort wieder in die Schule muss und längst sein Arabisch verlernt hat. Das aber ist nur der Anfang einer Entwicklung, die noch weitaus dramatischere Wendungen bietet als Teil 3.

Riad Sattouf (Esthers Tagebücher) erzählt seine eigene Jugend wie gewohnt ebenso witzig wie ungeschönt. Der vierte Band ist mit seinen 280 Seiten deutlich dicker als seine Vorgänger. Nicht nur, weil es mehr zu erzählen gibt, Sattouf sieht auch genauer hin, widmet sich kleinen Details wie den Macken seines Vaters, den ersten Schwärmereien eines Jugendlichen und dem Alltagsleben im Frankreich der späten 80er und frühen 90er Jahre. Damit ist die Chronik seiner Jugend noch nicht beendet. Wieder steht am Ende ein „Fortsetzung folgt“. Zum Glück.

>> Riad Sattouf: Der Araber von morgen – Eine Kindheit im Nahen Osten (1987-1992), übers. von Andreas Platthaus, Penguin Verlag 2019.

Will Eisner: Ich bin Fagin

Ich bin Fagin

Egmont Graphic Novel

Will Eisner ist nicht nur einer der wichtigsten Comic-Autoren, -Zeichner und -Theoretiker, er hat mit seinem Werk auch einen großen Beitrag dazu geleistet, das jüdische Leben in den USA darzustellen. Dahinter steckte das Bedürfnis, sich mit seiner eigenen Herkunft und seinen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Diskriminierung war auch in dem Amerika, das gegen Hitler kämpfte, keine Ausnahme.

Und doch hat der große Aufklärer gegen Vorurteile sich selbst versündigt, indem er für seine Serie The Spirit eine Figur schuf, die selbst rassistische Klischees bediente. Der Sidekick Ebony war ein schwarzer Junge mit extrem dicken Lippen, der ein schlechtes Englisch sprach. Nach dem Krieg erkannte Eisner seinen Fehler, der – wie er selbst sagt – eher Naivität als Boshaftigkeit geschuldet war. Er änderte die Figur. Trotzdem nagte die Sache an ihm. Und in seinen späteren Graphic Novels (z.B. Ein Vertrag mit Gott) behandelte er immer wieder die Vorurteile gegen Juden.

In Fagin the Jew (dt. Ich bin Fagin) versucht er, einen Fehler zu korrigieren, der Charles Dickens unterlaufen ist. Fagin ist ein Schurke aus dem Roman Oliver Twist und er entspricht dem Klischee des gaunerhaften Juden. Dickens selbst musste sich damals für seine Darstellung rechtfertigen, vor allem dafür, dass er Fagin immer wieder als „the Jew“ bezeichnete, als wäre er paradigmatisch für ein ganzes Volk, was er bei anderen Figuren nicht tat. Will Eisner versucht, die Figur in ein anderes Licht zu rücken, indem er dessen Vorgeschichte erzählt. Oder besser gesagt: erzählen lässt. Denn Fagin klagt Charles Dickens persönlich sein Leid.

Moses Fagin stammt aus einer jüdischen Familie aus Mitteleuropa, den sogenannten Aschkenasim. Um Progromen zu entgehen, zog die Familie nach London. Da ging es zwar liberaler zu, aber die Aschkenasim waren im Gegensatz zu den etablierten Sephardim (Juden von der iberischen Halbinsel) immer noch stärker diskriminiert. Fagin muss sich schon als kleiner Junge auf der Straße durchschlagen: als Hausierer mit Knöpfen und Nadeln. Er sieht zu, wie sein Vater totgeschlagen wird, nachdem er den Gewinn einer Wette einholen will. Dann wird Fagin notgedrungen zum Dieb. Er bekommt zwar später eine Chance als Dienstbote und Hausmeister, wird aber zu Unrecht verstoßen, gerät wieder unter Diebe, wird versklavt, bis er nach weiteren Demütigungen zur Dickenschen Version wird.

Eisner zeigt, dass Vorurteile zwar oft einen wahren Kern haben, aber dass dieser auch seine Ursachen hat. Zwar gab es im London des 17. und 18. Jahrhunderts jüdische Diebe, aber auch nur weil es ihnen nicht möglich war, sozial aufzusteigen. Eisner zeichnet den Teufelskreis nach: Vorurteile verhindern, dass sich etwas an den Missständen ändert, die Missstände bedingen die Vorurteile – und die haben selbst Juden untereinander. Damit ist die Geschichte von Fagin durchaus tragisch: Der Dieb, der in Oliver Twist Kinder für sich arbeiten lässt, ist selbst Opfer der Umstände.

Wie üblich in Eisners Comics hetzt die Handlung von einer Wendung zur nächsten, Zeit zum Verschnaufen gibt es kaum, alles steuert direkt auf ein elendes Ende hin. Meisterhaft inszeniert er seine Geschichte mit liebevoll gezeichneten Figuren und lässt eine vergangene Epoche lebendig und glaubwürdig erscheinen. Auch wenn sich die Moral von selbst erschließt, lässt Eisner Fagin am Ende predigen. Die Romanfigur klagt sogar ihren Schöpfer Dickens an. Doch der verspricht nur, in seinen späteren Büchern die Juden ausgewogener darzustellen.

Diese Szene hätte es nicht unbedingt gebraucht, um klar zu machen, worauf Eisner hinauswill. Damit auch gar keine Missverständnisse aufkommen, gibt es zur Erklärung der Hintergründe auch zwei ausführliche Vor- und zwei Nachworte.

>> Will Eisner: Fagin the Jew, 2003 (dt. Ich bin Fagin, Egmont Graphic Novel 2015).

Gipi: Die Welt der Söhne

Die Welt der Söhne

avant-verlag

Die Geschichte beginnt am Ende. „Mit den Ursachen und Gründen, die zum Ende führten, hätte man ganze Kapitel in den Geschichtsbüchern füllen können“, heißt es am Anfang. „Aber nach dem Ende wurde nicht mehr geschrieben. Kein einziges Buch mehr.“ Man weiß also nicht, was passiert ist, aber es kann nichts Gutes gewesen sein, denn die „Welt der Söhne“, die wir sehen, ist eine ziemlich trostlose.

Es gibt in der Sumpflandschaft nicht viel zu essen, jeder zweite Fisch ist giftig und im Wasser treiben Leichen. Zwei Brüder suchen nach etwas Brauchbarem. Einer tötet einen herumstreunenden Hund und sie bringen ihn zu ihrem Vater. Der will ihn bei seinem Nachbarn eintauschen, doch leider gehörte ihm der Hund – seine einzige Gesellschaft in der Einsamkeit.

Der Vater lässt seine Söhne im Unklaren über das, was gewesen ist. Er führt Tagebuch, aber sie können es nicht lesen. Nach seinem Tod ziehen die beiden los, um jemanden zu finden, der ihnen daraus vorliest. Aber dann geraten sie an zwei missgestaltete Zwillingen, die Sklaven an einen Sexkult von Männern verkaufen …

In „Die Welt der Söhne“ zieht Autor und Künstler Gipi alle Register der bekannten Postapokalypse-Motive: Grausamkeit, religiöse Fanatiker, Kannibalismus, Analphabetismus und ein geheimnisvolles Buch. Doch schafft er es, die Erzählung im Kern sehr menschlich zu gestalten. Auch wenn man über die beiden Brüder nicht viel mehr erfährt als über die Welt, in der sie leben, sind sie doch so lebensnah und glaubwürdig darstellt, dass man sich gern mit ihnen auf die Reise begibt, um ihre Hintergründe zu erfahren. Das Tagebuch wird für einen der Jungen zur Offenbarung: Er will nur wissen, ob sein Vater ihn geliebt hat. Und in einer gelungen Wendung wird es später sogar zu seiner Lebensversicherung.

Gipi erzählt eine triste Geschichte in einem tristen Schwarzweiß, mit dünnen, zittrigen Strichen, aus jedem Bild strotzt der Schmutz, aus den Figuren das Leben. Gesagt wird nicht viel. Am meisten Text steht auf den Seiten des Tagebuchs, die auf zehn (!) ganzen Comic-Seiten wiedergegeben werden – leider ist jedes Wort (wie für die beiden Brüder) unlesbar. Es ist eine Geschichte, die mehr von ihren Bildern lebt, als von den Worten und auch immer dann am stärksten ist, wenn der Künstler allein seinen starken visuellen Ausdruck sprechen lässt. Damit rechtfertigt „Die Welt der Söhne“ seine Form: In einer Welt ohne Schrift kann nur ein Comic bestehen.

Am Ende sind wir zwar auch nicht viel schlauer über die Hintergründe, aber trotzdem hat man den Eindruck: Es ist genug gesagt.

>> Gipi: Die Welt der Söhne, avant-verlag 2018.