12 years a slave

Unsere Oscars 2014

Die Liste der Woche: Die besten Filme des Oscarjahres

gravity

  1. Gravity
  2. 12 Years A Slave
  3. The Wolf of Wall Street
  4. Nebraska
  5. Dallas Buyers Club
  6. Captain Phillips
  7. American Hustle

Was fehlt: All Is Lost

Eins ist klar: Es war eine gute Awards-Season. Es gab so viele gute Filme, dass man für all die Enttäuschungen des Jahres 2013 entschädigt wurde. Engegen allen Unkenrufen muss man sagen: Hollywood kann noch gute Geschichten erzählen und uns damit verzaubern. Die meisten Oscarnominierungen für den besten Film sind berechtigt. Leider ist unsere obenstehende Liste unvollständig. Philomena haben wir leider noch nicht sehen können und Her ist noch nicht in Deutschland angelaufen (Kinostart:  27.3.). Dafür haben wir einen Film aufgenommen, der nur – was zum Himmel schreit – für den besten Tonschnitt nominiert wurde: All Is Lost, das Ein-Mann-ein-Boot-Drama mit Robert Redford, ist ein meisterhaftes Kammerspiel, ein Höhepunkt des Minimalismus und so etwas wie der kleinere, bescheidenere Bruder des Überlebensdramas Gravity, bestechend in seiner Zurückhaltung. Wäre er nominiert, stünde er bei uns auf Platz 2 der Liste.

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Gesellschaft in Angst

12 Years A Slave

Der Film 12 Years A Slave ist zurecht gelobt und geehrt: Regisseur Steve McQueen hat alles richtig gemacht. Ihm ist ein Werk über die Sklaverei in den USA gelungen, das beim Zusehen wehtut und zugleich zutiefst befriedigt, dass es so einen Film gibt. Ein emotionales und ästhetisches Erlebnis – ohne viel Pathos.

Da ist man ein geachteter Bürger, spielt Violine und hat eine Familie, man bekommt einen Auftrag, geht auf Tournee und nach ein paar Bechern Wein zuviel wacht man im Kerker auf – angekettet. Im Falle von Solomon Northup ist es keine Ausnüchterungszelle, sondern die Gefangenschaft in Sklaverei. Er kann noch so sehr protestieren und beteuern, das sei ein Missverständnis, er sei ein freier Mann und gehöre nicht hierher. Die Typen, die ihn festhalten, interessiert an diesem Menschen nur, was er wohl auf dem Markt bringt. Auf dem Schwarzmarkt wohlgemerkt – und das hat hier leider zwei Bedeutungen.

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