berliner zeitung

Berliner Fragmente #33: Druck

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Tonnenschwere Papierrollen, unzählige Druckplatten, hallenfüllende Maschinen, Berge von Makulatur und eine ausgeklügelte Logistik – und das alles nur, damit Menschen mit Informationen versorgt werden. Was für ein immenser Aufwand betrieben wird, um Zeitung herzustellen, wird in der Druckerei deutlich. So perfekt ausgeklügelt und reibungslos das System ist, so anmutig der Ablauf in der Fabrik erscheint, im Internetzeitalter wirkt das Herstellen von Druckplatten, die man mit Farbe bestreicht und auf Papier abrollt, so antiquiert wie die Gutenberg-Presse. Eigentlich Wahnsinn, dass das immer noch getan wird. Aber der Mensch liebt das Papier. Und wer jemals eine frischgedruckte Zeitung in den Händen hielt, übers Papier strich und den Duft einsog, kennt diesen heiligen Moment, etwas Neues zu berühren. Der Genuss der Zeitung ist wie der von frischem Brot, außer dass die Zeitung auch noch frisch wirkt, wenn sie eigentlich von gestern ist.