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Hollywood am Puls der Zeit

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Original und Fälschung: Julian Assange

The Social Network, Zero Dark Thirty, Inside WikiLeaks – immer mehr Kinofilme widmen sich aktuellen Ereignissen. Häufig beeilen sich die Produzenten, die Stoffe zu adaptieren, um von der Bekanntheit von Marken zu profitieren. Die Nähevon Filmen zur Zeitgeschichte ist zwar nichts Neues, könnte sich aber als überstürzt erweisen.

Eigentlich kann man keine Biografie über jemanden schreiben, wenn er noch lebt – außer es ist das eigene Leben, das man beschreibt. Country-Ikone Johnny Cash hat es gleich zwei Mal gemacht: Im Jahr 1975 veröffentlichte er Man In Black, 22 Jahre später Cash: The Autobiography. Beide Bücher dienten als Vorlage für den Film Walk The Line, der im Jahr 2005 erschien – nur zwei Jahre nach dem Tod des Musikers. Ray Charles war immerhin noch an der Produktion seines Biopics beteiligt, konnte aber nicht mehr an der Eröffnungssequenz mitwirken, weil er einige Monate vor der Premiere des Films starb. Keine Frage: Der Film ist gut, aber der Tod des Musikers im Juni 2004 hat dem Erfolg des Films Ray, der im Oktober desselben Jahres herauskam, gut getan – man kann sagen: Er kam gerade zur rechten Zeit.

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