christian bale

Plage in der Kinowüste

20th Century Fox

20th Century Fox

Bei manchen Filmen fragt man sich, warum sie gedreht wurden. Warum jemand Millionen von Dollar investiert hat, um etwas zu erschaffen, bei dem von vornherein klar gewesen sein müsste, dass es zum Scheitern verurteilt ist. Wie bei Ridley Scott. Der hat zuletzt einige solcher Filmen gemacht. Zum Beispiel Robin Hood (2010), eine unfassbar langweilige Interpretation des Stoffes ohne nennenswerte Innovation. Drei Jahre später folgte The Counselor. Für den hat Cormac McCarthy ein Drehbuch geschrieben, das überhaupt nicht funktioniert. Und nun reiht sich Exodus in die Reihe des Überflüssigen ein.

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Fühlt sich an wie Betrug

American Hustle

Es gibt diesen alten Trick, er funktioniert immer wieder: Man nimmt einen Film – irgendeinen – und bastelt seine Höhepunkte zu einem Best of von wenigen Minuten zusammen, das alles unterlegt von ein bis zwei starken Songs aus dem Film. Dieses Filmchen muss kein sinnvolles Ganzes bilden, es muss auch nichts mit der Geschichte des Films zu tun haben, Hauptsache ist, es bildet einen schönen Schein. Diese Filmchen nennt man Trailer – und wenn man sie besonders gut hinkriegt, gehen die Leute auch ins Kino. Und vielleicht gelingt es auch, dass man den Film nach dem Trailer bewertet. Dann gibt es sogar ein paar Preise.

Dieses Gefühl jedenfalls hatte ich beim Schauen von American Hustle. Eigentlich konnte ich mit diesem Film nicht viel falsch machen: Regisseur David O. Russell hat zuletzt so tolle Filme wie The Fighter (2010) und Silver Linings (2012) gedreht, das Schauspieler-Ensemble ist großartig (Christian Bale, Amy Adams, Bradley Cooper, Jennifer Lawrence), die Kritik ist hingerissen (Metascore: 90/100; Rotten Tomatoes: 93 Prozent Wohlgefallen), der Streifen ist nominiert für zehn Oscars – und das auch in allen Hauptkategorien.

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