christopher nolan

Odyssee durchs Wurmloch

interstellar

Man nehme Kubricks 2001, füge die Essenz von Zemeckis‘ Contact hinzu und garniere das Ganze mit Boyles Sunshine – dann hat man Nolans Interstellar. Ein Drei-Stunden-Schinken über eine Odyssee von Weltraumfahrern, die eine neue Heimat für die Menschheit suchen, weil die Erde eingeht. Man könnte auch sagen, es gehe um einen alleinerziehenden Vater, der für die Sicherheit seiner Kinder sorgt. Oder: Eine Pionierfahrt zum Zwecke der Landnahme angesichts der drohenden Apokalypse. Und wie so oft verlangt Nolan seinen Zuschauern überdurchnschnittlich viel Geisteskraft ab. Dieses Mal sollte man einmal Einstein oder Hawking für Dummies querlesen, damit man das mit der Relativität und Wurmlöchern auf die Reihe kriegt, um da durchzusteigen. Aber das ist nur der pseudowissenschaftliche Anspruch. Ähnlich wie bei Batman Begins versucht Nolan zwar, das Fantastische möglichst glaubwürdig zu machen. Aber hier sind die Erklärungen so abgehoben, dass der Normalzuschauer ohnehin nicht folgen kann – und auch nicht muss. Denn zum Schluss machen es sich die Brüder Nolan allzu einfach mit der Lösung des Rätsels und bemühen (ACHTUNG SPOILER!!!) die gute alte Zeitschleife (und damit eine Paradoxie), um ihrer Story einen halbwegs interessanten Twist zu verleihen.

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Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter

Der Sampler der Woche: Space-Songs
b-erde

Foto: Lukas Gedziorowski

Major Tom, Ziggy Stardust und der Rocket Man – so richtig ist David Bowie nie vom Weltraum losgekommen. Seit seiner „Space Oddity“ von 1969 – geprägt von Kubricks Film 2001 – hat er sich mit der Rolle des Raumfahrers vom Mars zum Popstar gemacht, hat auch als der Mann der vom Himmel fiel das Image aufrechterhalten und ist auf seinen jüngeren Alben wie Heathen und The Next Day thematisch ins All zurückgekehrt.

Popmusik und Science Fiction. Seit die Russen ihren Sputnik ins All geschickt haben besteht diese Verbindung, die sich in Instrumentals wie der Satelliten-Ode Telstar und später mit Hymnen über Spacemen und Rocket Men ausgedrückt hat. Leider ist die reale Raumfahrt seit der Mondlandung hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Aber für die Spielwiese der Fantasie gibt es ja genug Filme. Zum Filmstart von Christopher Nolans Interstellar haben wir die besten Songs über das Weltall zusammengestellt. Inklusive Pink Floyd, den Byrds, Elton John und ganz viel Bowie – dem größten Raumfahrer der Musikgeschichte.