country

Allein unter Engeln

Auf Engelsflügeln: Jack White

Auf Engelsflügeln: Jack White

Jack White zweites Solo-Album Lazaretto wirkt so totenblass wie sein erstes. Ein Phantom zwischen Rock, Country und Hip Hop, das zuweilen an Ideen erstickt, von denen aber die wenigsten gut sind.

Da sitzt er, der blassgesichtige Mann mit den rabenschwarzen Haaren und dem blauen Samtanzug, umgeben von Engeln, drei auf jeder Seite, lässig stützt er seine Arme auf zwei knienden geflügelten Dienern ab. Und tatsächlich darf sich Jack White derzeit zurücklehnen, denn die Maschine, die er angeworfen hat, läuft wie geschmiert: Sein zweites Solo-Album wurde mit mächtig Bohei beworben, allein die Vinyl-Ausgabe lockt mit Mätzchen wie Spielereien mit der Auslaufrille und Engels-Hologrammen, und der Künstler selbst hat sich zuletzt im Rolling Stone (wo er die Coverstory bekam) ziemlich abfällig über die Kollegen von den Black Keys geäußert, nur um sich kurz darauf auf seiner Website bei ihnen zu entschuldigen – es sei ja alles nicht so gemeint gewesen.

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