gravity

Weltraum? Lahm!

Bild: ESA/Rosetta/NAVCAM

Bild: ESA/Rosetta/NAVCAM

Es ist vielleicht diese kurze Einleitung, die dem Weltraumfilm Gravity sein Gewicht verleiht: „At 372 miles above the earth there is nothing to carry sound, no air pressure, no oxygen. Life in space is impossible.“ Was folgt ist eine anderthalbstündige und eindrückliche Demonstration, was das Weltall ist: ein tödliches Nichts. Nach diesem Horror-Trip, wenn man wieder tief Luft holen kann, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich des Lebens auf der Erde zu freuen. So etwas Selbstverständliches und Banales wie Sauerstoff und Gravitation scheinen plötzlich Segen zu sein.

Dennoch treiben sich immer wieder Menschen da oben herum. Lassen sich mit Höllenexplosionen aus der Atmosphäre schießen und in der Schwerelosigkeit durch enge Kapseln treiben, nur ein paar Zentimeter vom Tod durch Ersticken, Erfrieren oder Platzen entfernt. Jetzt schon mehr als 50 Jahre. Viel ist dabei bisher nicht herumgekommen – außer einem Spaziergang auf einem öden Gesteinsbrocken, den wir Mond nennen. Und ob die Missionen wirklich stattgefunden haben, wird wahrscheinlich mittlerweile von mehr Menschen bezweifelt als angenommen.

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Unsere Oscars 2014

Die Liste der Woche: Die besten Filme des Oscarjahres

gravity

  1. Gravity
  2. 12 Years A Slave
  3. The Wolf of Wall Street
  4. Nebraska
  5. Dallas Buyers Club
  6. Captain Phillips
  7. American Hustle

Was fehlt: All Is Lost

Eins ist klar: Es war eine gute Awards-Season. Es gab so viele gute Filme, dass man für all die Enttäuschungen des Jahres 2013 entschädigt wurde. Engegen allen Unkenrufen muss man sagen: Hollywood kann noch gute Geschichten erzählen und uns damit verzaubern. Die meisten Oscarnominierungen für den besten Film sind berechtigt. Leider ist unsere obenstehende Liste unvollständig. Philomena haben wir leider noch nicht sehen können und Her ist noch nicht in Deutschland angelaufen (Kinostart:  27.3.). Dafür haben wir einen Film aufgenommen, der nur – was zum Himmel schreit – für den besten Tonschnitt nominiert wurde: All Is Lost, das Ein-Mann-ein-Boot-Drama mit Robert Redford, ist ein meisterhaftes Kammerspiel, ein Höhepunkt des Minimalismus und so etwas wie der kleinere, bescheidenere Bruder des Überlebensdramas Gravity, bestechend in seiner Zurückhaltung. Wäre er nominiert, stünde er bei uns auf Platz 2 der Liste.

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Ein Mann, ein Boot, ein Ozean

All Is Lost

Das Kinojahr 2014 fängt gut an: Das Überlebensdrama All Is Lost mit Robert Redford in der Haupt- und einzigen Rolle, hält, was es verspricht: Ein konzentriertes Kammerspiel, das sich in die Reihe von Cast Away und Gravity stellt. Ganz großes Kino!

Ein Geständnis: Ich habe Der alte Mann und das Meer nicht beendet. Ja, ich weiß, es gehört zu diesen Muss-man-gelesen-haben-Büchern, Hemingway hat dafür den Nobelpreis bekommen und außerdem ist es ja nur 120 Seiten lang. Aber für mich waren es die 120 längsten Seiten meines Lebens – nach etwa der Hälfte konnte ich nicht mehr. Die Geschichte von diesem Fischer, den ein Fisch aufs Meer hinauszog, war so langweilig, so schwülstig, dass ich mich ständig fragte: Wen interessiert der Scheiß? Ich brach die Quälerei ab und las lieber Paris – Ein Fest fürs Leben, den besseren Hemingway.

Jetzt kommt Robert Redford. Sein neuester Film, All Is Lost, scheint auf den ersten Blick eine ähnliche Geschichte sein: Ein alter Mann, ein Boot, der Ozean. Aber mit dieser Ausgangslage macht Regisseur und Drehbuchautor J. C. Chandor (Margin Call – Der große Crash, 2011) alles richtig: Er belässt es dabei. So ist der Film ein Meisterwerk der hohen Tugend Sparsamkeit geworden. Es gibt keinen Prolog mit Vorgeschichte, keinen Epilog, keine Rückblenden, keine Erzählstimme und vor allem keine Dialoge – mit wem auch? Es gibt nur diesen Mann, sein Boot und den Ozean – und das ist genug für packende 100 Minuten Film.

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Dauerpreisrutsch bei Amazon

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Es ist mal wieder soweit: Zur Haupteinkaufszeit des Jahres sind mal wieder die Schnäppchenjäger unterwegs, um bei all den Weihnachtsgeschenken, die sie besorgen müssen, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Auch wenn uns für die Liebsten nichts zu teuer ist, müssen wir als Normalbürger auch auf die Finanzen achten. So legt man seine Amazon-Wunschliste an und prüft täglich gewissenhaft die Preise. Dort ist es wie überall: Mal gehen sie rauf, mal gehen sie runter. Doch schenkt man Amazon Glauben, gehen die Preise nur runter. Dazu benutzt das Unternehmen einen Trick.

 

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