nebraska

Unsere Oscars 2014

Die Liste der Woche: Die besten Filme des Oscarjahres

gravity

  1. Gravity
  2. 12 Years A Slave
  3. The Wolf of Wall Street
  4. Nebraska
  5. Dallas Buyers Club
  6. Captain Phillips
  7. American Hustle

Was fehlt: All Is Lost

Eins ist klar: Es war eine gute Awards-Season. Es gab so viele gute Filme, dass man für all die Enttäuschungen des Jahres 2013 entschädigt wurde. Engegen allen Unkenrufen muss man sagen: Hollywood kann noch gute Geschichten erzählen und uns damit verzaubern. Die meisten Oscarnominierungen für den besten Film sind berechtigt. Leider ist unsere obenstehende Liste unvollständig. Philomena haben wir leider noch nicht sehen können und Her ist noch nicht in Deutschland angelaufen (Kinostart:  27.3.). Dafür haben wir einen Film aufgenommen, der nur – was zum Himmel schreit – für den besten Tonschnitt nominiert wurde: All Is Lost, das Ein-Mann-ein-Boot-Drama mit Robert Redford, ist ein meisterhaftes Kammerspiel, ein Höhepunkt des Minimalismus und so etwas wie der kleinere, bescheidenere Bruder des Überlebensdramas Gravity, bestechend in seiner Zurückhaltung. Wäre er nominiert, stünde er bei uns auf Platz 2 der Liste.

(mehr …)

Der Eine-Million-Dollar-Film

Nebraska

Alte Säcke unterwegs, Teil 2. Nachdem ich in der vergangenen Woche Robert Redfords Segeltrip gelobt habe, ist nun Nebraska dran, in dem es wieder um einen Greis auf Reisen geht. Und wie man es von Regisseur Alexander Payne gewohnt ist, wird der Film jeder Oscar-Nominierung gerecht.

Man kennt das: „Sie haben gewonnen!“, heißt es auf irgendwelchen Wurfsendungen oder Werbebannern im Internet. Anders als sonst im Leben, wo man sich immer an der falschen Kasse anstellt, ist man hier immer der Glückliche, der ein Vermögen oder ein Auto bekommen soll, einfach so, obwohl man nichts dafür getan hat. Manchmal ist es auch eine heiße Braut, die einen „anchattet“, weil sie sich für mich und nur für mich interessiert, obwohl sie mich noch nie gesehen hat.

Der aufgeklärte Bürger weiß natürlich: Das ist Betrug. Aber aus irgendeinem Grund wird die Masche immer noch durchgezogen. Offenbar muss es ein paar Idioten geben, die immer noch darauf hereinfallen. Zum Beispiel alte Menschen. Von einem solchen Fall erzählt Alexander Payne in seinem neuen Film Nebraska. Woody Grant, ein seniler Greis, fährt von Montana nach Nebraska, um sich dort einen Gewinn von einer Million Dollar abzuholen – wobei zweifelhaft ist, ob er ihn bekommt. Das heißt, er fährt nicht allein, sein Sohn nimmt ihn mit, weil der Alte sich die Sache weder ausreden noch sich davon abhalten lässt, allein loszumarschieren. Unterwegs kommen Vater und Sohn im Heimatort der Familie unter, wo Verwandte und Bekannte, als sie von dem Gewinn hören, plötzlich Ansprüche anmelden.

(mehr …)