rassismus

Frankfurter Fragmente #1: Geschwisterlichkeit

Titanic-Aktion bei Anti-Fragida-Demo in Frankfurt (Foto: Lukas Gedziorowski)

Aktion von Die PARTEI bei der Anti-Fragida-Demo in Frankfurt (Foto: Lukas Gedziorowski)

Am 26. Januar soll in Frankfurt am Main eine große Kundgebung stattfinden. Das Ziel ist ehrenwert: Es geht darum, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Islamophobie usw. einzutreten, also eine Art Anti-Pegida oder in diesem Fall Anti-Fragida zu veranstalten. (Auch wenn die bislang rudimentäre Fragida-Gruppe nach einem großen Protest schmollend aufgegeben hat.) Das Motto der Kundgebung: Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit“. – Wie bitte? Moment mal, was ist mit der guten alten Brüderlichkeit geworden, der dritten französischen Kardinalstugend seit der großen Revolution? Die ist abgeschafft. Denn für eine integrative (oder gar inklusive) Demo ziemt es sich offenbar nicht, in den Verdacht zu geraten, Schwestern auszuschließen. Das verträgt sich nicht mit dem Gleichheitsgedanken. Also sollen wir jetzt alle Geschwister sein.

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Das Scheitern an der Realität

Reprodukt

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Die Tagesspiegel-Jury hat Irmina von Barbara Yelin zum Comic des Jahres gewählt. Was taugt der 280-Seiten-Wälzer? Ist er seine 39 Euro wert? Die Story bietet jedenfall schon mal Big Drama:

Irmina ist eine junge Frau aus Stuttgart, die im Jahr 1934 nach London geht, um dort sich zur Sekretärin ausbilden zu lassen. Dort lernt sie Howard Green kennen, einen Schwarzen aus Barbados, der dank eines Stipendiums in Oxford Jura studiert. Doch noch bevor sich aus der Freundschaft mehr entwickeln kann, muss Irmina mit Widerständen kämpfen: zuerst verliert sie ihre Gastfamilie, dann ihre zweite Unterkunft, schließlich auch die finanzielle Unterstützung der Eltern. Durch die politische Entwicklung in Nazi-Deutschland muss sie immer öfter Anfeindungen erdulden – und dadurch macht sie eine ähnliche Erfahrung von Isolation wie Howard, der im Kreis der Engländer auch nur geduldet wird.

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