regeln

Berliner Fragmente #36: Regeln

Foto: Lukas Gedziorowski

Foto: Lukas Gedziorowski

Jede Gesellschaft braucht Regeln – außer die der Künstler und Autoren. Zwar ist das Schreiben ein Handwerk, aber im Gegensatz zu der Technik eines Schneiders, der genau lernt, wie man Kleidung näht, ist der Schreibers weder im Werdegang noch in seiner Technik festgelegt. Die Regelpoetik ist ausgestorben, die letzte stammt aus dem 18. Jahrhundert. Dann kamen die Originalgenies und warfen alle Regeln der Literatur über den Haufen. Das gilt heute auch für journalistische Texte. Bei der Nachricht ist man sich noch weitgehend einig, wie so etwas aussehen soll. Doch bei allen anderen Formen herrscht Narrenfreiheit.

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