regen

October in the Rain

Der Sampler der Woche: Regenmusik #2

Bei Spotify gibt es nicht nur Musik. Auch einfach nur: Geräusche. Unter dem „Künstler“ Rain Sounds zum Beispiel gibt es einen Haufen von Alben mit Titeln wie „Relaxation Rain“, „Therapeutic Rain“, „Rain Sound for Sleep“ und „All You Need Rain Sounds“. Auf jedem ist eine Menge Tracks, auf denen nichts als – Sie ahnen es sicher – Regen zu hören ist, Regen in tausend Variationen. Regen, von denen wir nicht einmal geahnt haben, dass es ihn gibt und dass er sich anders anhört, als der den wir kennen. Es gibt den „Miami Rain“ und den „Carribean Rain“, den „Monsun“, „Jungle“ und den „Forrest Rain“. Sogar einen „Dark Rain“ – auch wenn sich hier die Frage stellt, wie ein Geräusch dunkel sein kann …

Naja, wem’s gefällt. Wir bleiben lieber bei Riders on the Storm von den Doors, dem Regen-und-Gewitter-Song schlechthin. Und auch ein paar andere haben schöne Oden an den Regen geschrieben, die wir hier präsentieren. Und falls wir den Regen selbst hören wollen, öffnen wir einfach das Fenster. Da gibt es allerfeinsten „German October Rain“ – in glasklarem High Definition und 9.1-Sound …

September in the Rain

Der Sampler der Woche: Regenmusik

Wo kämen wir dahin, an dieser Stelle, einer der letzten Bastionen der (postromantischen) Hochkultur, über das Wetter zu sprechen. Das Wetter: der liebste Gemeinplatz des gemeinen Volkes. Der Minimalkonsens eines jeden Smalltaks. „Wie geht’s?“ – „Ja, danke gut, wenn da das Wetter nicht wäre …“ – Bitte nicht! Aber wie moderiert man ein Musikprogramm an, das vom Wetter, genauer gesagt vom Regen handelt? Mit einem kritischen Beitrag zum Klimawandel, der apokalyptischen Spielart des Wettersmalltalks unter (halbwegs) Gebildeten? Das erscheint mir ebenso trivial wie das Sprechen über den vergangenen besonders trockenen Sommer. Da unsere Wälder immer noch nicht gestorben, unsere Ernten nicht ausgefallen sind, gibt es darüber nichts von Bedeutung zu sagen. Überhaupt wird Bedeutung überbewertet. Deshalb halten wir es lieber kurz: Radio Fragmenteum bringt eine Reihe von Stücken über den Regen. Einfach so. Weil sie Spaß machen. Und damit angenehmer sind als der Regen selbst. (Obwohl: so ein Regenrauschen hat auch was für sich …) Daher überlassen jetzt wir den Pop-Poeten das Reden übers Wetter. Gesungen sind nämlich selbst die größten Gemeinplätze noch erträglich.