rogue nation

Schwierig, nicht unmöglich

Paramount Pictures

Paramount Pictures

Tom Cruise hat es immer noch drauf: Das fast Unmögliche möglich zu machen und das Publikum noch einmal mit einem klassischen Agentenfilm zu fesseln. Der fünfte Mission: Impossible-Teil ist mal wieder Action-Kino vom feinsten geworden. Wir sehen Ethan Hunt zu Beginn an einem abhebenden Flugzeug hängen, dann einen Kampf in der Oper bestehen, später im Wassertank beinahe ertrinken, noch später ein paar Überschläge mit einem Auto und einen Sturz auf dem Motorrad überleben (und zwar ohne große Blessuren). Ach ja, so lieben wir es. Dafür werden solche Filme gemacht: das Unmögliche möglich zu machen – und sei es nur für zwei Stunden auf der Leinwand.

Rogue Nation knüpft an alte Tugenden der Reihe an: Ethan Hunt und sein Team müssen gegen Widerstände in den eigenen Reihen kämpfen, während sie die Welt retten. Wurde im Vorgängerfilm das Team vom IMF verleugnet, wird der Konflikt hier zugespitzt, weil Hunt auf eigene Faust einem scheinbaren Phantom nachjagt und dabei vom CIA gesucht wird. Zugleich wird er unterstützt von einer Frau, von der man nicht sicher wissen kann, auf welcher Seite sie steht. Trotz dieser Steigerung kann Rogue Nation mit dem genialen Phantom Protokoll nicht ganz mithalten: Auch wenn es viel Humor und einige pfiffige Einfälle gibt, fehlt der Charme des Improvisierten, die Spannung, die durch die vielen Pannen und Fehlschläge entstehen und natürlich fehlt eine Mission Impossible vom Format einer Kletterpartie auf dem höchsten Gebäude der Welt. Auch das doppelte Finale ist etwas zu sehr in die Länge gestreckt und ohne nennenswerte Höhepunkte. Aber solange das Publikum die Luft anhält, während Tom Cruise auf Tauchgang geht, kann man sich eigentlich über nichts beschweren.

Es wird nur schwierig sein, diese ständige Selbstüberbietung im nächsten Teil zu toppen. Um es mit Benji Dunn zu sagen: Schwierig, aber nicht unmöglich.