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October in the Rain

Der Sampler der Woche: Regenmusik #2

Bei Spotify gibt es nicht nur Musik. Auch einfach nur: Geräusche. Unter dem „Künstler“ Rain Sounds zum Beispiel gibt es einen Haufen von Alben mit Titeln wie „Relaxation Rain“, „Therapeutic Rain“, „Rain Sound for Sleep“ und „All You Need Rain Sounds“. Auf jedem ist eine Menge Tracks, auf denen nichts als – Sie ahnen es sicher – Regen zu hören ist, Regen in tausend Variationen. Regen, von denen wir nicht einmal geahnt haben, dass es ihn gibt und dass er sich anders anhört, als der den wir kennen. Es gibt den „Miami Rain“ und den „Carribean Rain“, den „Monsun“, „Jungle“ und den „Forrest Rain“. Sogar einen „Dark Rain“ – auch wenn sich hier die Frage stellt, wie ein Geräusch dunkel sein kann …

Naja, wem’s gefällt. Wir bleiben lieber bei Riders on the Storm von den Doors, dem Regen-und-Gewitter-Song schlechthin. Und auch ein paar andere haben schöne Oden an den Regen geschrieben, die wir hier präsentieren. Und falls wir den Regen selbst hören wollen, öffnen wir einfach das Fenster. Da gibt es allerfeinsten „German October Rain“ – in glasklarem High Definition und 9.1-Sound …

Multikultimusi

Der Sampler der Woche: Wildcatting #3.

Koala auf Frankfurter Baustelle

Foto: Lukas Gedziorowski

Was macht ein Koala auf einer Frankfurter Baustelle? Muss wohl einer dieser vielen Migranten sein, die derzeit ins Land kommen. Er hockt da, als wartete er auf Arbeit. Aber offenbar scheint es nichts für ihn zu geben. Vielleicht liegt es daran, dass Koalas auch die faulsten Tiere der Welt sind. Wer 20 Stunden am Tag schläft und den Rest der Zeit bloß frisst, mit dem kann die aufstrebende deutsche Wirtschaft nix anfangen. So einen würden wir auch nicht einstellen. Wir sind nicht das Tierheim der Welt, wir füttern hier keine faulen Säcke durch – und seien sie auch noch so flauschig.

Aber nun gut, er ist nun mal da und guckt uns mitleiderregend aus seinen schwarzen Knopfaugen an. Wenn er sich schon nicht tätlich nützlich machen kann, soll er zumindest durch bloßes Dasein unsere mulitkulturelle Vielfalt bereichern. Integration heißt zusammenzuführen, was nicht zusammenpasst. So wie unser heutiges Musikprogramm. Das ist so bunt, dass es nicht mehr zu retten ist. Falls Sie also noch irgendwelche Bedenken wegen der Zuwanderung haben, schauen Sie in dieses unschuldige Gesicht dieses asylbedürftigen Koalas und hören Sie sich die untenstehende Abspielliste an. Eine ganz einfache, gar nicht schmerzhafte Übung in Toleranz. Dann klappt’s vielleicht auch mit den neuen Mitmenschen, die da gerade eingetroffen sind.

September in the Rain

Der Sampler der Woche: Regenmusik

Wo kämen wir dahin, an dieser Stelle, einer der letzten Bastionen der (postromantischen) Hochkultur, über das Wetter zu sprechen. Das Wetter: der liebste Gemeinplatz des gemeinen Volkes. Der Minimalkonsens eines jeden Smalltaks. „Wie geht’s?“ – „Ja, danke gut, wenn da das Wetter nicht wäre …“ – Bitte nicht! Aber wie moderiert man ein Musikprogramm an, das vom Wetter, genauer gesagt vom Regen handelt? Mit einem kritischen Beitrag zum Klimawandel, der apokalyptischen Spielart des Wettersmalltalks unter (halbwegs) Gebildeten? Das erscheint mir ebenso trivial wie das Sprechen über den vergangenen besonders trockenen Sommer. Da unsere Wälder immer noch nicht gestorben, unsere Ernten nicht ausgefallen sind, gibt es darüber nichts von Bedeutung zu sagen. Überhaupt wird Bedeutung überbewertet. Deshalb halten wir es lieber kurz: Radio Fragmenteum bringt eine Reihe von Stücken über den Regen. Einfach so. Weil sie Spaß machen. Und damit angenehmer sind als der Regen selbst. (Obwohl: so ein Regenrauschen hat auch was für sich …) Daher überlassen jetzt wir den Pop-Poeten das Reden übers Wetter. Gesungen sind nämlich selbst die größten Gemeinplätze noch erträglich.

Darf ich bitten?

Der Sampler der Woche: Tanzbefehle

Eine westliche Weisheit besagt, man solle sich seine Partner auf der Tanzfläche aussuchen. Das Verfahren hat seine Vorteile: An der Bewegung entscheidet sich, ob man jemanden ansprechend findet oder nicht, aber auch – und das ist viel wichtiger – welchen Musikgeschmack jemand hat. Es gibt nichts Schlimmeres als einen Rock-Fan und eine Unrockbare zusammenzubringen. Es gibt nichts Fataleres als die Liaison einer Tanzbiene mit einer Salzsäule. Wer die Initiative ergreift, ist eigentlich egal: wer zusammengehört, wird schon zusammenfinden – so besagt es jedenfalls die Theorie. Meistens sind es die Stücke selbst, die die Paare verbinden. Für alle, die klare Ansagen mögen, bringt das Radio Fragmenteum in seinem heutigen Musikprogramm einige eindeutige Aufforderungen zum Tanz. Wer sich danach nicht traut, dem ist nicht mehr auf die Sprünge zu helfen.

Feuermusik

Der Sampler der Woche: Light My Fire
Foto: Lukas Gedziorowski

Foto: Lukas Gedziorowski

Feuer ist die Universalmetapher der Popmusik. Alles taugt als Brenngut: Das Herz, die Seele, die Frau der Begierde. Das Phänomen „Liebe“ scheint der Grill der Zwischenmenschlichkeit zu sein. Im Zweifel sind es die Songs selbst, die den Hörern einheizen. Wieder so eine Metapher. Oder vielmehr ein Klischee. Egal: Was wäre die Popmusik ohne? Hauptsache es hört und fühlt sich gut an. Am besten natürlich warm. Richtig warm, also heiß. Denn lauwarm ist langweilig.

Influenza do Jazz

Der Sampler der Woche: Donovans Jazz
Foto: Lukas Gedziorowski

Foto: Lukas Gedziorowski

Da hört man einen 60er-Jahre-Folk-Barden wie Donovan und dann das: Walking Bass, Trompeten, Saxophon und Besen, die über Trommeln wischen. Der Typ, der Hits wie Colours, Hurdy Gurdy Man, Sunshine Superman und Season of the Witch gemacht hat, hatte auch eine Vorliebe für Jazz und sie auf einigen seiner Alben zum Ausdruck gebracht. Mal fröhlich, mal tiefmelancholisch. Ich habe alle Songs zusammengestellt, die auch nur entfernt diesen tollen Sound haben. Warum? Wer einen Grund braucht, dem sei gesagt, dass vor 50 Jahren Donovans erste zwei Alben erschienen sind. Aber wer die großartige Musik hört, sollte erkennen, dass sie Grund genug ist.

Musikschorle

Der Sampler der Woche: Wildcatting #2
Foto: Lukas Gedziorowski

Foto: Lukas Gedziorowski

Warum gibt es eigentlich eine ganz schlichte Apfelschorle mit Kohlensäure zu kaufen, aber keine ohne? Ich meine: Egal, welche Marke man nimmt: Es ist nie einfach nur Apfelsaft mit Wasser, sondern Apfel- mit Trauben- und Mirabellensaft oder mit Maracujasaft oder wenigstens mit Zitronensaft. Dem klassischen Apfel- und Wasser-Mischmasch allein traut man offenbar nicht zu, Nachfrage zu wecken. Jedenfalls nicht ohne Kohlensäure. Deswegen werden wir versorgt mit den wildesten Mixturen aus den Laboren der Food-Designer – obwohl die meisten wahrscheinlich nur Apfelschorle wollen.

Um einmal zu demonstrieren, wie sich so eine Schorle anhören könnte, haben wir mal wieder ein paar Lieder zusammengeworfen, wie sie uns zugefallen sind. Wir bitten, das Chaos zu entschuldigen und hoffen, dass die Qualität der einzelnen Ingredienzen die Makel der Kompilation zu nivellieren vermag.

Was das mit dem Bild zu tun hat, kann sich jeder selbst überlegen.

 

Sonnensaison

Der Sampler der Woche: Ultimate Summer

Foto: Lukas Gedziorowski

Foto: Lukas Gedziorowski

Auch wenn sie über die Hitze jammern und ächzen und stöhnen: der Sommer bleibt die beste Jahreszeit. Hier kommen ein paar der besten Oden – mit Klassikern von Eddie Cochran bis zu den Beach Boys.

Ab in die Ferne

Der Sampler der Woche: Reisesongs

querfeldein

Foto: Lukas Gedziorowski

Man müsste mal wieder in die Ferne schweifen. Erst recht, wenn man diese Songs hört.

 

Schweigen im Walde

Der Sampler der Woche: Lieder ohne Worte (Teil 3)
Foto: Lukas Gedziorowski

Foto: Lukas Gedziorowski

Was soll man dazu noch sagen? – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –