sebastiao salgado

Berliner Fragmente #40: Diaschau

Foto: Lukas Gedziorowski

Foto: Lukas Gedziorowski

Einen Film über einen Fotografen zu machen, ist kein leichtes Unterfangen. Da ist zum einen das Problem zweier Medien, die man miteinander vereinbaren muss, obwohl sie anders funktionieren: Ein Film über Fotos wird schnell zur kommentierten Diashow. Und wenn man den Fotografen bei der Arbeit zeigt, läuft man Gefahr, dass der Gefilmte mit seiner Kamera zurückschießt. So macht der Fotograf die Doku über ihn zu einem Making-of.

Wim Wenders hat es trotzdem gewagt, eine Doku über Sebastiao Salgado zu drehen, den brasilianischen Fotografen, der seit Jahrzehnten die Welt bereist und ihre schönsten und abstoßendsten Seiten festgehalten hat. Das Salz der Erde ist nach dem Spielfilm Palermo Shooting (2008) Wenders zweiter Film über einen Fotografen. Salgado, Jahrgang 1944, arbeitete zunächst als Ökonom, bevor er 1973 als Profi-Fotograf anfing. In seinen Bildern dokumentierte er Arbeiter in brasilianischen Goldminen, die indigenen Völker Lateinamerikas sowie Flüchtlinge und Darbende in Afrika.

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