soul

Darf ich bitten?

Der Sampler der Woche: Tanzbefehle

Eine westliche Weisheit besagt, man solle sich seine Partner auf der Tanzfläche aussuchen. Das Verfahren hat seine Vorteile: An der Bewegung entscheidet sich, ob man jemanden ansprechend findet oder nicht, aber auch – und das ist viel wichtiger – welchen Musikgeschmack jemand hat. Es gibt nichts Schlimmeres als einen Rock-Fan und eine Unrockbare zusammenzubringen. Es gibt nichts Fataleres als die Liaison einer Tanzbiene mit einer Salzsäule. Wer die Initiative ergreift, ist eigentlich egal: wer zusammengehört, wird schon zusammenfinden – so besagt es jedenfalls die Theorie. Meistens sind es die Stücke selbst, die die Paare verbinden. Für alle, die klare Ansagen mögen, bringt das Radio Fragmenteum in seinem heutigen Musikprogramm einige eindeutige Aufforderungen zum Tanz. Wer sich danach nicht traut, dem ist nicht mehr auf die Sprünge zu helfen.

Neues vom King

king khan murder burgers & turkey ride

King Khan ist der Größte. Wer sonst schafft es, zwei Bands anzuführen, nebenbei Soloprojekte zu machen und bei allem geniale Musik hervorzubringen? (Und jetzt sage bloß keiner Jack White!) Im vergangenen Jahr hat King Khan mit seinen Shrines nach langer Pause ein großartiges Album herausgebracht. Vielleicht das beste der Band. Jetzt legt der King nach mit einigen neuen Singles und zwei Alben, die digital erschienen sind: Turkey Ride und Murder Burgers (mit den Gris Gris). Beide kann man sich kostenlos im Netz anhören und für je schlappe acht Euro herunterladen (oder gar verschenken). Die Erwartungen werden nicht enttäuscht. Wie immer bietet King Khan seine eigenwillige Mischung aus Garage Rock und Soul, zum Abtanzen, Schwofen oder gemütlichem Rumhängen mit andächtigem Lauschen.

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Mach dein Ding

Der Sampler der Woche: It’s Your Thing.

The Isley Brothers: It's Your Thing

Heute widmen wir unseren wöchentlichen Sampler ganz pragmatisch der direkten Lebenshilfe: Wozu braucht es Ratgeber, die einem immer wieder den gleichen Schmarrn von Selbstverwirklichung erzählen, wenn die Popmusik es am besten verstanden hat, simple Botschaften eingängig zu vermitteln? So wie „It’s your thing, do what you wanna do“ von den Isley Brothers. Oder „Whatever you do, do it good“ (Gene Williams) oder „Do What You Like“ (Blind Faith) oder „Be Yourself“ (Isaac Hayes). Eine Playlist zur Motivation für alle Selbstzweifler. Also: Macht euer Ding, zieht’s durch (selbstverständlich nur, solange es nicht kriminell ist)!

Sweet Soul Music

Der Sampler der Woche: Feelgood Soul 2

Bobby Womack

Die meisten Songs und Künstler in dieser Zusammenstellung werden wohl den wenigsten Hörern etwas sagen. Wir haben sie aus der Reihe Eccentric Soul zusammengeklaubt, in der unbekannte Künstler kleiner Labels versammelt wurden. Es handelt sich um Kleinode der Soul-Musik, die es noch zu entdecken gilt. Hiermit möchten wir dazu einladen. Drei Songs stammen von Bobby Womack, dem jüngst verblichenen Songwriter. Wir versprechen ein exquisites Hörvergnügen. Besonders das letzte Stück hat es in sich: So habt Ihr „Fever“ wohl noch nie gehört … 😉

A little bit of soul

Die Liste der Woche: Feelgood-Soul
James Brown

James Brown

Hier kommt eine Portion Sweet Soul Music, zum Tanzen in den Straßen, zum Gutfühlen. Mit dabei sind Größen wie James Brown und Aretha Franklin, Wilson Pickett und Curtis Mayfield, aber auch großartige Unbekannte wie Edd Henry mit seinem fuliminanten „Crooked Woman“ und Mae Young mit unglaublichen „Let’s Give Our Love a Try“. Gewürzt ist das Ganze mit einigen funky Instrumentals. Kurzum: Wieder mal ein perfekter Wochenend-Sampler aus dem Hause Fragmenteum! 😉

Das Schweigen der Sänger

Die Liste der Woche: Lieder ohne Worte, Teil 2

Nach dem großen Erfolg von vergangener Woche kommt nun eine neue Spotify-Playlist mit Instrumental-Stücken. Diesmal liegt der Fokus auf dem Soul der 60er Jahre (Stax und Motown), gemischt mit einem Hauch von Jazz. Gute-Laune-Musik zum Genießen, Abtanzen und Gutfühlen. Kurz: Ein perfekter Sampler zum Start in die neue Woche.

  1. Gabor Szabo: The Beat Goes On
  2. The Steampacket: The In-Crowd
  3. Floyd Newman: Frog Stomp
  4. Earl Van Dyke and The Motown Brass: 6 by 6
  5. The Cobras: Restless
  6. James Brown: Hold It
  7. Johnny Jenkins: Spunky
  8. Earl Van Dyke: Soul Stomp
  9. Triumphs: Burnt Biscuits
  10. The Van-Dells: Honeydripper
  11. Billy & The King Bees: Bango
  12. Earl Van Dyke: Opus And Funk
  13. Sir Isaac & The Do-Dads: Blue Groove

Wildsaureiten auf der Autobahn

King Khan & The Shrines: Idle No More

King Khan & The Shrines: Idle No More

King Khan & The Shrines gehören zu den besten Bands der Gegenwart. Es ist ein Skandal, dass kaum jemand sie zu kennen scheint.  Höchste Zeit, das zu ändern. Gelegenheit bietet das neue Album Idle No More. Vielleicht ist es ihr bestes geworden. Und wenn im März beginnt ihre Europatournee beginnt, kann sich jeder selbst überzeugen. Das wird der Durchbruch!

Als ich King Khan & The Shrines zum ersten Mal hörte, konnte ich mein Glück kaum fassen. „Was ist das bitte für eine Musik?“, fragte ich mich. Es war irgendwie straighte Rockmusik, doch mit einem deutlichen Soul-Einschlag, bestechend schlicht, aber doch so zwingend, dass ich mich dessen nicht erwehren konnte. Da gab es diese beschwingte Hammond-Orgel, diese satten Bläser mit ihren pointierten Einsätzen und dann – vor allem – diese wahnsinnige Bassgitarre, ebenso von der Wildsau getrieben wie der Sänger, der ständig unter Strom zu stehen scheint. Eine ungestüme, unfassbar gut gelaunte Musik mit einem gewissen Sixties-Charme. Kurzum: Ein unglaublicher Sound! Sensationell!

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