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Einer gibt immer acht

Netflix/Twitter

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Zählen wir mal durch, ob auch alle da sind:

  1. Eine Frau jagt sich eine Kugel durch den Kopf.
  2. Ein Polizist in Chicago geht der Sache nach.
  3. Eine Inderin soll einen Mann heiraten, den sie nicht liebt.
  4. Ein Berliner raubt mit seinem Freund ein paar Diamanten und bekommt dafür Ärger.
  5. Eine Isländerin klaut Geld und Drogen und wirft alles wieder weg.
  6. Ein schwuler mexikanischer Schauspieler geht eine Dreierbeziehung ein, die ihn die Karriere kosten könnte.
  7. Eine Koreanerin geht für ihren Bruder in den Knast.
  8. Ein Kenianer versucht sich als Kleinbusunternehmer.
  9. Eine Transsexuelle soll lobotomisiert werden, weil sie angeblich geisteskrank ist. Doch sie ist bloß mit all den oben genannten Menschen mental verknüpft – was auch auf die anderen zutrifft.

Darum geht es in Sense8, der Netflix-Serie von den Wachowskis und J. Michael Straczynski. Acht Menschen, verstreut über die ganze Welt, mit verschiedenen Problemen, können allein mittels Geisteskraft miteinander kommunizieren und Fähigkeiten austauschen, was immer in brenzligen Situationen nützlich ist. Die Koreanerin kann kämpfen (liegt ihr wohl im Blut). Der Berliner Deutsch-Russe kann ballern und skrupellos sein. Die Inderin kann gut mit Chemie umgehen. Der Mexikaner kann gut so tun als ob, also lügen. Der Kenianer kann Autos kurzschließen und kennt alle Filme von Jean-Claude Van Damme auswendig. Der Polizist kann, was gute Polizisten so können, im Zweifel den Helden spielen. Und die Isländerin kann immerhin Isländisch (eine seltene Gabe) – und sieht ganz süß aus.

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