thriller

Pedant des Abseitigen

Die Liste der Woche: Die Filme von David Fincher.

Fight Club

Er gilt als Perfektionist – und tatsächlich ist ihm bisher noch kein Film misslungen. David Fincher ist einer der talentiertesten Filmemacher Hollywoods. Sein Ruf ist auf Filmen begründet, die meistens von den Härten des Lebens geprägt sind: Zynische Außenseiter und durchtriebene Arschlöcher müssen sich in einer abgefuckten Gesellschaft durchsetzen. Fincher fängt diese Atmosphäre in herrlich düsteren Bildern ein und hat ein ausgeprägtes Gespür für Dynamik. Die Filme dürften gut bekannt sein, daher haben wir uns bei unserer Bestenliste nur auf ein paar Kommentare beschränkt.

  1. Fight Club
  2. The Social Network
  3. Sieben
  4. The Game
  5. Panic Room
  6. Alien 3
  7. Der seltsame Fall des Benjamin Button
  8. Zodiac
  9. Verblendung

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Es gibt Hirsch

Top of the Lake

Doppelporträt mit Hunden und Hirschgeweih. Szenenfoto aus „Top of the Lake“.

Die BBC-Mini-Serie Top of the Lake bietet alles, was gute Unterhaltung bieten kann: Ein Ensemble-Drama, einen atmosphärischen Krimi und prächtige Aufnahmen der neuseeländischen Landschaft. Doch das ist zu viel des Guten. Die Serie wäre schön anzusehen, wäre da nicht die mit Gender- und Psychoanalyse-Diskursen überfrachtete und schwach durchdachte Handlung. Nach der Ausstrahlung auf Arte zeigt der Sender das sechsteilige Werk auf seiner Webseite. Ab heute ist es auch auf DVD und Blu-ray erhältlich.

!!! ACHTUNG SPOILER !!!

Beim Betrachten der Mini-Serie Top of the Lake fiel mir der Film Verblendung ein. Im Original heißt er nämlich übersetzt: „Männer, die Frauen hassen“. So könnte man auch die sechs Episoden der BBC überschreiben. Wobei der Titel auch andersherum sehr gut funktionieren würde. Denn da tobt ein Kampf der Geschlechter. Ein Festmahl für die Psychoanalytiker, Gender-Forscher und Feministinnen hat uns Regisseurin und Co-Autorin Jane Campion (Das Piano) serviert. Ein Sechs-Gänge-Menü mit ganz viel Wild, dessen man aber schnell überdrüssig wird.

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