wolverine

Sequel to the prequel to the sequel

X-Men-Werbeplakate in Frankfurt (Foto: Lukas Gedziorowski)

X-Men-Werbeplakate in Frankfurt (Foto: Lukas Gedziorowski)

Der siebte X-Men-Film, Zukunft ist Vergangenheit, gleicht einem Klassentreffen: Regisseur Bryan Singer kehrt wieder und versammelt nicht nur die Helden der ersten Trilogie, sondern auch die der neuen, also ersten Generation – alles klar? Zugegeben, langsam wird’s verwirrend. Macht aber auch sehr viel Spaß. Es ist der beste X-Men-Film seit 2000 geworden.

Der Europawahlkampf geht in die finale Phase. Woran man das merkt? An den Wahlplakaten. Zur Wahl stehen nicht nur Politiker, sondern auch einige Mutanten: Wolverine, Mystique, Magneto, heißen sie und werben seit einigen Tagen mit dem Slogan: „Alle sind gleich“. Würden wir die X-Men wählen, wenn sie zur Wahl stünden? In der Politik wahrscheinlich nicht, zu uneins erscheint die Fraktion, vor allem in der Kriegsfrage gegen die Menschen. Und auch ob für sie „alle gleich“ sind, ist zu bezweifeln, da Typen wie Magneto Mutanten als die überlegenere Gattung ansehen. Im Kino aber ist diese politisch-soziologische Debatte immer wieder ein Vergnügen. Und der jüngste Film der Reihe, Zukunft ist Vergangenheit (Days of Future Past), ist sogar ein besonders gelungenes – der beste seit dem ersten Teil.

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Helden in der Krise

Filmsuperhelden 2013 (Collage: Gedziorowski)

Filmsuperhelden 2013 (Collage: Gedziorowski)

Sehen Sie sich einmal die obere Collage genau an. Was fällt Ihnen auf? Genau: Eine gewisse Ähnlichkeit, Parallelen, ja, man könnte fast sagen: Austauschbarkeit. Nun gut. Wir bewegen uns im Genrefilm. Dem Superheldengenre. Wer sich darauf einlässt, weiß, was ihn erwartet. Aber die Bilanz der diesjährigen Filme ist erschreckend schwach. Ebenso wie seine Helden zeigt das Genre Krisenerscheinungen. Ein Rückblick und ein Ausblick.

Alle Hoffnungen ruhten auf Thor – Gott, Alien, Superheld. Nach einer Einführung mit einem passablen ersten Abenteuer und einer bestandenen Bewährungsprobe bei den Avengers konnte es nun richtig losgehen. Doch die Fortsetzung The Dark World (auf „deutsch“: The Dark Kingdom) hat leider keine Begeisterungsstürme ausgelöst. Zu Recht: Der Film, mehr Fantasy- als Superheldengenre, vermag nur wenig zu fesseln. Die Handlung hetzt ähnlich wie im ersten Teil schnell voran, Spannung kommt bei dem konventionellen Plot kaum auf. Auch der Versuch, den Weltenkonflikt nach London auf die Erde zu holen, wirkt unbeholfen. Das können auch die prächtigen, effektgeladenen Aufnahmen nicht ausgleichen.

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